Homepage Wanderfreunde Hatzbachtal 1982 e.V.

 

Permanenter Wanderweg "Rund um den Wetzstein"

mit Wertung für das Internationale Volkssportabzeichen

 

 

 

Wanderkarte

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Streckenbeschreibung

 

Der Permanente Wanderweg „Rund um den Wetzstein“ ist ein 7 bzw. 12 km langer Rundwanderweg der Wanderfreunde Hatzbachtal Stadtallendorf. Er hat seinen Namen von dem Berg Wetzstein (358 m) erhalten, um den die 12 km-Wanderstrecke herum führt. Beide Rundwanderwege führen durch den südlichen Teil der Gilserberger Höhen fast ausschließlich durch Wald. Die Wege sind gut befestigt und ganzjährig begehbar. Die Wanderstrecke ist mit Schildern mit der Aufschrift „PW“ gekennzeichnet. Drei Schutzhütten und zahlreiche Bänke laden am Wegesrand zu Ruhepausen ein. In den 12 km-Wanderweg ist ein Waldlehrpfad integriert. Weitere Hinweistafeln erläutern den Lebensraum Wald und machen die Wanderung auch zu einem naturkundlichen Erlebnis.  

Start und Ziel ist der Waldwanderparkplatz beim Georgsteich. Von hier gehen beide Wanderwege entlang des Hatzbaches in den Wald. Nach gut 100 m erreicht man den Georgsteich. Der Teich wurde beim Bau der nahen Wolfsmühle um 1712 angelegt, da der Hatzbach nicht ausreichend Wasser zum Antrieb eines Mühlrades führte. Vor dem Mahlgang musste der Müller einen Schieber am Teich öffnen, so dass ausreichend Wasser das Mühlrad in Bewegung setzte. Auch die wenige Jahre später etwas unterhalb errichtete Kahlsmühle profitierte von dem aufgestauten Wasser aus dem Georgsteich. Seinen Namen hat der Teich von dem früheren Besitzer der Wolfsmühle Georg Wolf erhalten, nach dem auch die Mühle benannt worden ist. Nachdem in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts beide Mühlen ihren Betrieb eingestellt hatten, verlor der Georgsteich seine ursprüngliche Bedeutung. Er dient heute als Löschwasserreservoir und bietet vielen Wasservögeln Lebensraum. Eine Erläuterungstafel erklärt das Leben im und am Teich. Der Wanderweg folgt weiter dem Bachlauf. Nach weiteren 300 m trennen sich die beiden Wanderwege.

 

Die blaumarkierte 7 km-Wanderstrecke zweigt nach rechts ab und geht auf einem kurvenreichen Weg Richtung Speckswinkel bergauf. Nach einer Weile trifft die Wanderstrecke mit einem rechts von Speckswinkel kommenden gut befestigten Weg  zusammen. Der Wanderweg führt hier nach links weiter den Berg hinauf und erreicht oben die frühere Grenze zwischen der Landgrafschaft Hessen-Kassel und dem Kurfürstentum Mainz. Parallel zur Wanderstrecke verläuft wenige Meter rechts der Wanderstrecke ein alter Grenzweg, an dem noch einige Grenzsteine aus dem Jahre 1756 stehen. Die Wanderstrecke selbst stößt nach einer Weile direkt auf diese alte Grenze. An dieser Stelle steht rechts vom Weg ein sehr gut erhaltener Grenzstein, der auf der hessischen Seite den hessischen Löwen und auf der kurmainzer Seite das Mainzer Rad sowie die Jahreszahl 1756 trägt. Die Grenzsteine wurden aufgestellt, nachdem im Vertrag von Schröck in 1756 jahrhundertelange Grenzstreitigkeiten zwischen Kurmainz und Hessen-Kassel beigelegt worden sind. Die im Vertrag festgelegte Grenze wurde mit über 1.400 Grenzsteinen markiert. Ursprünglich gehörte das Gebiet hier auf beiden Seiten zur Grafschaft Ziegenhain. Die Grenze entstand 1294, als der Graf von Ziegenhain das Amt Neustadt an Mainz verkaufte, während das Amt Rauschenberg bei der Grafschaft Ziegenhain verblieb. Mit dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain fiel das Amt Rauschenberg 1450 mit der gesamten Grafschaft an Hessen. 1803 kamen dann die mainzischen Gebiete zu Hessen-Kassel und die Grenze gehörte der Vergangenheit an.

 

Der Weg geht vom Grenzstein weiter am Hang des Martinsberges bergab und stößt nach einer Weile auf die 12 km Strecke, die von links das Tal hinauf kommt. An dieser Wegkreuzung streift der Wanderweg die Rhein-Weser-Wasserscheide, die sich knapp 100 Meter nördlich befindet. Hier sollte ein unter Landgraf Karl von Hessen-Kassel (1654-1730) zu Beginn des 18. Jahrhunderts geplanter Kanal von der Weser zum Rhein die Wasserscheide überqueren. Der Kanal sollte von Kassel die Fulda aufwärts, dann die Eder, Schwalm und Wiera hinauf führen. Um das Mainzer Gebiet bei Momberg zu umgehen, sollte der Kanal von der Wiera nicht direkt über die Wasserscheide zwischen Momberg und Speckswinkel geführt werden, sondern über Mengsberg einem Bachlauf entlang zur Wasserscheide. Nach Überwindung der Wasserscheide sollte der Hatzbach zum Kanal ausgebaut werden. Über den Hatzbach sollte der Kanal über die Wohra, Ohm und Lahn zum Rhein führen. Es fehlten allerdings die finanziellen Mittel um dieses ehrgeizige Projekt zu verwirklichen. Mit dem Tod des Landgrafen Karl 1730 wurden die Pläne endgültig aufgegeben.

 

Die 7 km-Strecke geht auf dem geteerten Weg links in entgegengesetzter Richtung bergab in das Quellgebiet des Hatzbaches. Der Wanderweg führt weiter am Bachlauf des Hatzbaches entlang hinab, an der Schutzhütte Heidehäuschen vorbei, zurück zum Parkplatz am Georgsteich. Die letzten 400 Meter führt die Wanderstrecke auf dem Hinweg zurück.

 

 

Der rotmarkierte 12 km-Wanderweg folgt bei der Streckenteilung weiter dem Bachlauf und geht allmählich bergauf. Nach gut 2 km erreicht man das Heidehäuschen, das zum Verweilen einlädt. Der gegenüberliegende Teich wurde ebenfalls als Löschwasserteich künstlich angelegt. Von hier an ist der Bachlauf Naturschutzgebiet. Auf der geteerten Straße geht es weiter entlang des Bachlaufs bergauf, bis man nach kurzer Zeit das Quellgebiet des Hatzbaches erreicht. Eine Hinweistafel gibt naturkundliche Erläuterungen. Kurz darauf steigt der Weg hinter einer Linkskurve steiler an. In der Nähe der Rhein-Weser-Wasserscheide (siehe Streckenbeschreibung 7 km oben) stößt der 7 km-Rundwanderweg von rechts auf den Wanderweg und geht in entgegengesetzter Richtung zum Georgsteich zurück. Die 12 km-Strecke geht weiter bergauf. Nach kurzem Anstieg erreicht man den höchsten Punkt des Rundwanderwegs (350m) und kurz darauf die nächste Schutzhütte, das Mooshäuschen. Von hier geht der Wanderweg nach links auf einem alten Höhenweg Richtung Hatzbach. Nach knapp 1,5 km fast gerader Strecke erreicht man eine weitere Schutzhütte am Nadelöhr nordöstlich des Wetzsteins.

 

Die Namen Nadelöhr und Wetzstein deuten auf eine vorchristliche Kultstätte hin. Die Germanen vollzogen ihre Gottesdienste in heiligen Hainen, an besonderen Bäumen, an Quellen, auffälligen Felsen und auf Bergen. Der gewetzte Steinstaub von dem Gott Wodan geweihten Steinen, sogenannten Wetzsteinen, galt als heilig. Auf dem Wetzstein wurde vermutlich solcher Steinstaub gewetzt. Der Name Nadelöhr weist auf einen alten heiligen Baum hin. Nadelöhre hatten im Glauben der Germanen eine besondere Bedeutung. Als Nadelöhre bezeichnete man Bäume mit schlitzartigen Öffnungen nicht weit über den Erdboden. Der Baum ist dabei die mit der Spitze nach oben gestellte Nadel, die Öffnung das Ohr oder Öhr. Das Durchkriechen eines solchen Baumes versprach Heilung und Gesundheit. Noch auf einer Karte vom Anfang des 18. Jahrhunderts war ein solcher Baum am Nadelöhr eingezeichnet.

 

Am Nadelöhr stößt die Wanderstrecke auf einen Waldlehrpfad, der von nun an Wissenswertes über die Bäume des Waldes vermittelt. Vom Nadelöhr geht es rechts den geteerten Weg am Nordhang des Wetzsteins abwärts in Richtung Wolferode. Unten angekommen stößt von links der Hochgesangsweg aus Richtung Hatzbach auf den Weg. Hier biegt die Wanderstrecke links in den Hochgesangsweg ein. Der kurvenreiche Hochgesangsweg mit seinen steilen Abhängen links und rechts des Weges gehört zum landschaftlich reizvollsten Teil des Permanenten Wanderweges. Nach rund 400 m überquert man in einer Kurve auf einen Damm den unscheinbaren Wetzsteinbornbach. Links sieht man den Wetzsteinborn aus dem Westhang des Wetzsteins rinnen. Der Wetzsteinborn war vermutlich die heilige Quelle des alten Kultbezirkes auf dem Wetzstein.

 

Nach gut 1 km erreicht die Wanderstrecke den Waldrand und gewährt einen Ausblick in die Umgegend. Nach nur wenigen Metern geht es links in die Bachstraße und wieder in den Wald. Der Weg steigt jetzt wieder allmählich an, bis er auf den sogenannten Butterweg stößt. Die Wanderstrecke hat jetzt einmal den Wetzstein umrundet. Hier geht es nach rechts. An der nächsten Weggabelung geht es nach links auf dem Blockkistenweg Richtung Georgsteich. Der Weg führt nun wieder ins Tal des Hatzbaches hinab. Unten angekommen überquert man den Hatzbach und stößt wieder auf den geteerten Hinweg. Diesem folgt man nach rechts vorbei am Georgsteich zurück zum Parkplatz.

 

 

Organisatorisches:

Start und Ziel: Waldwanderparkplatz an der Straße zwischen Hatzbach und Speckswinkel.

Startkarten: Ferienhof Kahlsmühle zwischen Hatzbach und Speckswinkel.

Startgebühr: 1,50 Euro

Start: Ab 08.00 Uhr

Zielschluss: 30 Minuten vor Sonnenuntergang.

Teilnahme: Die Wanderung wird nach den Richtlinien des Deutschen Volkssportverbandes e.V. im IVV durchgeführt. Mit der Meldung zu dieser Wanderung erkennt der Teilnehmer die Richtlinien für die Durchführung von permanenten Wanderwegen des DVV an.

Kennzeichnung: Die Strecke ist durch Schilder mit der Aufschrift PW markiert. Zusätzlich erhält der Teilnehmer eine Streckenbeschreibung.

Kontrollstellen: Als Kontrollstellen befinden sich auf der Strecke weiße Schilder mit roter Umrandung. Die Ziffern bzw. Zahlen der Selbstkontrollen sind in die vorgesehenen Felder der Startkarte einzutragen. Der IVV-Wertungsstempel wird nur an Teilnehmer vergeben, die alle Selbstkontrollen auf ihrer Startkarte nachweisen können.

IVV-Wertung: Für jede Absolvierung des permanenten Rundwanderweges erhält der Teilnehmer 7 bzw. 12 km in seinem Wertungsheft eingetragen; pro Halbjahr wird ein IVV-Teilnahmewertungsstempel vergeben.

Der IVV-Wertunggstempel wird nach absolvierter Strecke nur bei persönlicher Vorlage und namentlicher Übereinstimmung von Startkarte und Wertungsheft im Ferienhof Kahlsmühle erteilt. IVV-Wertungshefte können dort erworben werden. Die Vergabe des Wertungsstempels in verbandsfremde Wertungshefte ist untersagt. Wird die Strecke mehrmals absolviert, ist jeweils eine weitere Startkarte erforderlich. Nach der Durchwanderung der strecke ist die Starkarte mit dem IVV-Wertungsheft zur Abstempelung vorzulegen.

Verpflegungsstellen: keine

Versicherung: Die Wanderfreunde Hatzbachtal sind gegen Haftpflichtansprüche Dritter versichert. Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf das Start- und Zielgelände und die markierte Wanderstrecke. Für die Teilnehmer besteht eine Unfallversicherung. Hierbei gilt der Versicherungsschutz für Unfälle auf der markierten Wanderstrecke. Eine Haftung bei Unfällen außerhalb der markierten Wanderstrecke ist ausgeschlossen.

Auskunft: Horst Erdel, Im Roten Bach 12, 35260 Stadtallendorf, Tel./Fax: 06428-2843

 

 

 
 

Fotos vom Wanderweg

(Vergrößerung durch anklicken)

 

 

 

Wanderfreunde Hatzbachtal renovieren Schutzhütten

Im vergangenen November haben die Wanderfreunde Hatzbachtal beim Hessenforst die Patenschaft über die Wanderschutzhütten Heidehäuschen, Mooshäuschen und Nadelöhr übernommen. Ziel der Patenschaft ist die Erhaltung der Wanderhütten, die nach der Umstrukturierung der Forstverwaltung nicht mehr durch den Hessenforst gewährleistet werden kann. Jetzt haben die Wanderfreunde Taten folgen lassen und die Schutzhütten Nadelöhr und Heidehäuschen renoviert. Alle drei Wanderhütten liegen am permanenten Wanderweg "Rund um den Wetzstein" und werden gerne von den Wanderern für Ruhepausen genutzt. Die Arbeiten wurden von den Wanderfreunden Horst Erdel, Harald Neumann, Otto Kukowski, Gerd Schumacher und Hans Schunk zusammen mit dem Revierförster Reinhard Hoffmann durchgeführt.

Ihnen unser herzlichstes Dankeschön für den Einsatz ihrer Arbeitskraft und ihrer Freizeit.

jetzt geht`s los

die fünf freiwilligen Helfer mit vollem Einsatz

ein paar Anweisungen vom "Chef"

Gerd und Harald auf dem Dach

Otto auf der Leiter nimmt die Sache ab

na, das sieht doch gut aus

Gerd hat wieder festen Boden unter den Füßen,

aber wer sitzt auf dem Dach?

Hans Schunk begutachtet von oben

Otto beim Blick durch die Leiter

das sind doch nur vier,

der fünfte schießt wohl das Foto

 

Hinweistafel wirbt jetzt für Wanderweg

Mit einer großen Hinweistafel werben die Wanderfreunde Hatzbachtal aus Stadtallendorf jetzt für ihren Permanenten Wanderweg „Rund um den Wetzstein" mit Wertung für das Internationale Volkssportabzeichen. Die von der Volksbank Mittelhessen gestiftete Hinweistafel steht am Startpunkt der Wanderstrecke am Waldwanderparkplatz zwischen Hatzbach und Speckswinkel. Sie zeigt den Streckenverlauf und erläutert die naturkundlichen und historischen Sehenswürdigkeiten auf der 12 km langen Wanderstrecke.

Mit einem Sektempfang hat der Vorstand der Wanderfreunde Hatzbachtal die Hinweistafel am 02. September 2005 eingeweiht. Dazu konnte der Vorsitzende Horst Erdel auch den für den Ostkreis zuständigen Filialbereichsleiter der Volksbank Mittelhessen, Herrn Manual Ruschig, begrüßen. Während die eigentliche Tafel von der Volksbank Mittelhessen finanziert worden ist, wurde die Tafelwand in Eigenleistung durch den Wanderfreund Dieter Tschorn und die Wanderwarte Otto Kukowski und Gerd Schuhmacher gezimmert und aufgestellt.

Entgegen den Erwartungen des Vorstands wurde der Wanderweg von Wanderern der benachbarten Vereinen noch nicht erwandert. Dagegen kamen Wanderer aus allen Teilen Deutschlands, aber auch aus Norwegen und Belgien, um 12 km „Rund um den Wetzstein" zu wandern. Mit der Hinweistafel soll nun vor allem auch bei den heimischen Wanderern für den vielgelobte Permanenten Wanderweg geworben werden.

 

 

Einweihung PW 12km

05. Juni 2005

Einweihung PW 12km

05. Juni 2005

Einweihung PW 12km

05. Juni 2005

Tafeleinweihung am PW

am 02. September 2007

Der Vorsitzende füllt die Gläser mit Sekt

Begutachtung der Tafel

Gruppenfoto

Gruppenfoto vor der neuen Tafel

Begutachtung der Tafel

Gruppenfoto mit Alisa

Gruppenfoto mit Alisa

Die neue Tafel

Die neue Tafel mit Blitz

Die Flaschen sind leer

Die Tafel von der Seite